Rückblick wif-Events

31. Mai 2023

Mehr «Netzwerken» an einem Abend geht nicht!

Namenschildli-Tausch, die Präsentation zweier wif-Mitglieder, Speeddating mit Lügengeschichten und ein Sommerapero im Garten.

Aber von vorne. Das Ankommen im Bell-Areal in den Räumlichkeiten von Sari Safran startete diesmal mit einem lustigen Kennenlernspiel: Such die Person, deren Namensschild du trägst und frage sie, was du am Pfingstwochenende gemacht hast. So kam man auch mit wif-Frauen ins Gespräch, die man noch nicht kannte und spannte neue Fäden im Netzwerk.

Danach lauschten wir Rahel Theiler und Vera Ziswiler vom wif-Firmenmitglied FuturX (www.futurx.ch/home). Von Vera und Rahel vor acht Jahren als Genossenschaft gegründet, begleitet FuturX Jugendliche und junge Erwachsene in besonders schwierigen Situationen und unterstützt sie dabei, im ersten Arbeitsmarkt Fuss zu fassen. Was Rahel, Vera und ihr 28-köpfiges Team jeden Tag leisten, ist beeindruckend. Täglich besuchen rund 50 Klient:innen die FuturX Räumlichkeiten in der Alpenstrasse, um sich beraten und bilden zu lassen. Dabei werden sie sehr individuell, flexibel und unbürokratisch betreut.

Auch Frauenförderung wird bei FuturX gross geschrieben und FuturX weiss, wie es geht. Sie leben ihre Prinzipien: Vorbilder sichtbar machen, Verantwortung teilen, Kontakte ermöglichen, Stärken benennen, Netzwerke nutzen.

Und Frauenförderung ist auch ein grosses Anliegen von unserer Gastgeberin Anush Amirkhanian. In Armenien geboren leitet sie mit ihrem Mann Urs die Avocado Productions GmbH . Vor 5 Jahren gründeten sie Sari Safran (www.sari-safran.com) in Sarigyugh, Tavush Region in Armenien. Sie produzieren dort hochqualitativen Bio-Safran, der auch in der gehobenen Gastronomie verwendet wird. Privatpersonen können den Safran in verschiedenen Varianten über den Shop beziehen, auch in Kombination im Geschenkset oder als Zutat in hochwertiger Schokolade. 

Anush betont: «In jedem Gramm Safran steckt viel Unterstützung und Kraft. Im Herbst blüht nicht nur der Krokus sondern auch die Hoffnung.» Rund 24 Frauen aus der Region arbeiten für Sari Safran und können sich so entwickeln und unabhängiger werden. Anush vermittelt ihnen die Kenntnisse zur Produktion und zum Unternehmertum und lebt ihnen Emanzipation vor. Wer einmal Interesse hat im Herbst zur Ernte in Sarigyugh dabei zu sein, darf gerne auf Anush zukommen. 

Das Thema des Abends lässt sich mit «Empowerment» zusammenfassen. Empowerment heisst Ermächtigen. Vera und Rahel ermächtigen junge Menschen, ihr Leben wieder selbstbewusst und selbstgesteuert in die Hand zunehmen. Anush ermächtigt Frauen in Armenien, ein emanzipiertes und dabei der lokalen Kultur angepasstes Frausein zu leben. 

Rahel, Vera und Anush haben uns heute Abend schwer beeindruckt und wunderbar vorgelebt, wie «Netzwerken» geht und warum «Netzwerken» so wichtig ist. So lassen sich Anliegen vorantreiben und Gemeinschaft leben. 

Beim abschliessenden Apéro im Garten, serviert durch Glou Glou Luzern, führten wir unsere Gespräche fort, die wir vorher bei einer Speeddating Sequenz gestartet hatten. 

11. Mai 2023

Ein weiterer spannender wif-Netzwerk Anlass liegt hinter uns. Am 11.5.2023 kamen über 50 unserer Mitglieder und Interessentinnen in der Aula Sentimatt an der Pädagogischen Hochschule Luzern zusammen. Das Thema "Home-Office“ war gehaltvoll. Bettina Hübscher, Mitautorin der Studie «Flexible neue Arbeitswelt» der HSLU Luzern, eröffnete den Abend mit einem inspirierenden Impulsvortrag zu den Ergebnisse der Studie. An der anschliessenden Podiumsdiskussion nahmen Bettina Hübscher, Reto Kron, Leiter Human Ressources und Mitglied der Geschäftsleitung Migros Luzern, Celine Hunkeler, Scrum Master/Agile Coach suva Luzern und Adrian Derungs, Direktor Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz IHZ, teil. Gekonnt moderiert wurde die Runde von Dr. Nicole Frank, die schon bald auch die Zuhörerinnen in die Diskussion mit einbezog. Das Ergebnis war ein sehr lebendiger Austausch aller Beteiligten, der auch beim anschliessenden Apéro weitergeführt wurde.  

Was nehmen wir mit vom Abend?

  • Home-Office ist gar nicht neu. Schon in den 50ern arbeiteten insbesondere Frauen von daheim. In Heimarbeit für die Firma Steiff Teddybären nähen war über Jahre ein Klassiker.
  • Nicht alle finden Home-Office toll!
  • UND nicht alle können überhaupt im Home-Office arbeiten. Die meisten Jobs lassen Home-Office nicht zu (z.B. Produktion, Gastronomie, medizinische Berufe, Pflege, ÖV...).
  • Home-Office hat viele Vorteile. So kann man Zeit und Fahrkosten sparen, besser nach dem Bio-Rhythmus leben, ohne Ablenkung schaffen und frei entscheiden im eigenen Arbeitsbereich. Unternehmen sparen Fixkosten und steigern ihre Arbeitgeberattraktivität.
  • Home-Office hat aber auch viele Nachteile: Kein Erfolg ohne Selbstdisziplin, gleichzeitige Kinderbetreuung, Karriere-Killer durch fehlende Präsenz, mehr Überstunden, Isolation, komplizierte Versicherungen und unklare Rahmenbedingungen.
  • Es braucht Regeln und Abmachungen, auch damit alle fair und gleich behandelt werden. Hier gilt: so viele Regeln wie nötig, so wenig wie möglich. Das Spannungsfeld: Regulierung durch Rahmenbedingungen vs. genügend Freiraum für Flexibilität.
  • Um den Teamzusammenhalt zu stärken, empfehlen sich vorgegebene Präsenztage und Fixpunkte, wie z.B. 20-minütige „Dailies".
  • SCRUM und Home Office vertragen sich gut! Vielleicht kann man hier für andere Arbeitsmethoden abgucken.
  • Um die Mitarbeitenden aus dem Home-Office wieder ins Büro zu locken, muss der Arbeitsplatz möglichst attraktiv gestaltet werden.
  • Das Führen auf Distanz stellt Vorgesetzte vor andere und neue Herausforderungen.
  • Das Thema „Vertrauen“ umtreibt viele. Es zeigte sich jedoch, dass Produktivität im Home-Office insgesamt höher ist. Und jemand, der im Home-Office nicht gut arbeitet, arbeitet auch vor Ort im Geschäft nicht besser.

Fazit 1: Das Thema „Home-Office“ lässt niemand kalt. Als ein Aspekt der flexiblen neuen Arbeitswelt werden wir uns auch in Zukunft weiter damit auseinandersetzen müssen. Seit Beginn der COVID-Pandemie haben wir diesbezüglich viel dazugelernt. Möge die Arbeitswelt das Gelernte auch in Zukunft weiterentwickeln und Bedürfnisse der Mitarbeitenden, Vorgesetzten und Organisationen möglichst gut unter einen Hut zu bringen.

Fazit 2: Networking rocks!

28. Februar 2023

Es ist Wahljahr. Darum überrascht es wenig, dass viele der wif-Frauen und Interessentinnen der Einladung zu unserem Anlass «Helevtia ruft – wie geht Politik?» folgten.

Knapp 60 Frauen lauschten den engagierten Luzerner Kantonsrätinnen Ylfete Fanaj (SP) und Karin Stadelmann (Die Mitte) im Kantonsratssaal. Gekonnt moderiert wurde der Austausch zwischen den beiden erfahrenen Politikerinnen von der Bundeshausredaktorin Larissa Rhyn.

Ylfete Fanaj und Karin Stadelmann erlaubten uns Einblicke in ihren politischen Alltag. Sehr offen und sympathisch schilderten sie ihren Einstieg in die Politik, die ersten Hürden und Erfolge und ihre Erfahrungen mit der sogenannten «Ochsentour».

Wir erfuhren, wie man den Weg in die Politik schafft und auf welchen verschiedenen Ebenen man sich politisch engagieren kann – sei es z.B. über den Einstieg über eine lokale Kandidatur, das Gründen einer Jungpartei oder über die Mitarbeit in einer thematischen Arbeitsgruppe.

Obwohl das Politisieren mit viel Aufwand verbunden ist, sind sich beide Frauen einig, dass einem die Arbeit viel zurückgibt. Das Mitwirken und Mitgestalten, die vielen positiven Begegnungen im Parlament und in der Bevölkerung und das Aufbauen des eigenen Netzwerkes machen nicht nur Spass, sondern bieten die Möglichkeit zur persönlichen Entwicklung.

Frauen sind in der Politik immer noch untervertreten. Karin Stadelmann und Ylfete Fanaj setzen sich gemeinsam dafür ein, das zu ändern. Überhaupt ziehen sie trotz ihrer unterschiedlichen Ansichten und parteipolitischen Schwerpunkte auch bei anderen Themen gemeinsam an einem Strick. Ohne Netzwerken im Parlament über die Parteigrenzen hinaus geht es gar nicht.

«Einfach machen!», «Seine Stärken ausspielen!» und auch «den Humor auch bei Gegenwind nicht zu verlieren» sind die abschliessenden Ratschläge, die uns die Politikerinnen mit auf den Weg geben.

Helvetia ruft! Und das wurde beim anschliessenden Netzwerk-Apéro im Rathausturm rege weiter diskutiert. Wir danken der Fidelitas Lucernensis für Ihre Gastfreundschaft. Ein herzlicher Dank auch an unsere wif-Frau Margherita Delussu für die tollen Fotos aus dem Kantonsratssaal.

31. Januar 2023

Wie haben wir gestaunt: 73 Frauen an der 32. Generalversammlung zu begrüssen. Dieser grosse Aufmarsch hat uns unglaublich gefreut. Ein wunderbares Zeichen, wie sehr unsere Frauen die Arbeit des Vorstands und unser Netzwerk schätzen. HERZLICHEN DANK!

Unserer Präsidentin Karin Banz führte einmal mehr locker und souverän durch den Abend. Dabei war es eine ihrer Aufgaben, den Wechsel im Vorstand anzukünden: Mit Stephanie Briner und Luzia Roos verlassen zwei Frauen unsere kleine Runde. Beide haben während vier Jahren wertvolle Arbeit für das wif geleistet. MERCI, MERCI BEAUCOUP! Neu in den Vorstand gewählt wurden Mona Leonard und Anduena Berisha. WELCOME ON BOARD, LADYS!

Und: Mit der GV ist nun auch das wif-Programm 2023 bekannt und auf unserer Website aufgeschaltet. Schaut rein und reserviert auch die Termine. Es wird definitiv spannend!

Mit einem gluschtigen Apéro vom Apéroteam Ruth Miotti und regen Gesprächen endete die 32. wif-Generalversammlung im gediegenen Maskenliebhabersaal.

08. November 2022

Eine Kaderposition oder einen Projektleitungsjob im Tandem führen, gemeinsam Verantwortung übernehmen und tragen. Möglich ist dies mit dem Arbeitsmodell Top- und Jobsharing. Noch sind diese Modelle nur wenig verbreitet. Dem gegenüber stehen immer mehr Menschen, die sich solch zukunftsgerichtete Arbeitsweisen wünschen. Nicht nur für Frauen seien diese interessant, erfuhren wir von Stephanie Briner und Karin Ricklin-Etter am wif-Anlass Top- und Jobsharing im Laboratorium Luzern. Gemeinsam leiten sie die Plattform «WEshare 1», eine Anlaufstelle für alle Fragen rund um Top-und Jobsharing.

Der Veranstaltungsort passte bestens. Neben spannenden Informationen und Best-Practice-Beispielen waren auch die 70 anwesenden Frauen gefragt. In kleinen Teams tauschten sie sich aus und laborierten an der Idee, eine verantwortungsvolle Position zu zweit zu leiten.

Als entscheidende Vorzüge hierfür nannten Briner und Ricklin-Etter, dass dank Top- und Jobsharing Arbeitnehmende ihr persönliches Potenzial im Arbeits- und auch im Privatleben besser ausschöpfen könnten. Weiter würden mit einem Zweierteam die Kompetenzen für eine Position massgeblich erweitert. Wichtig für das Tandem sei es, den Weg in guten wie in herausfordernden Situationen gemeinsam zu gehen und immer offen miteinander zu kommunizieren.

Herzlichen Dank Stephanie und Karin für den spannenden Einblick in das Thema. Wer mehr erfahren möchte findet ausführliche Informationen auf der Website: www.weshare1.com

20. Oktober 2022

Der Titel dieses Anlasses war in vielerlei Hinsicht Programm: Von Luzern und Sarnen, von Zug und Dagmersellen reisten 34 wif-Frauen nach Schachen. Hier bot sich uns die einmalige Gelegenheit, ein hochmodernes internationales Pharmaunternehmen kennenzulernen. Ein Ort, an dem neuste medizinische Wirkstoffe für Mensch und Tier erforscht, produziert und in alle Herren Länder verschickt werden.

Die Wirkstoffe, die auf dem weitläufigen MSD-Areal hergestellt werden, können Leben retten. Mit dieser grossen Verantwortung erbringen die 500 Mitarbeitenden täglich Qualitätsarbeit. Mitarbeitende aus 28 Nationen arbeiten in Schachen Hand in Hand in der Forschung und Produktion, im Management und in der Logistik. Die grosse kulturelle und auch soziale Durchmischung sei ein entscheidender Faktor für den Erfolg des Unternehmens, sagte Standortleiterin Corinne Lenz bei ihrer Begrüssung und Einführung in die Unternehmensgeschichte.

Beim anschliessenden Rundgang durch die Abfüllung wurde uns klar, auch im Jahr 2022 werden nicht alle Arbeiten mit Maschinen erledigt. Handarbeit ist beispielsweise in der Verpackung und beim Versand weiterhin gefragt.

Wie bei jedem wif-Anlass beschlossen wir den Besuch bei MSD mit einem Netzwerkapéro. Hier lernten wir  auch einige Frauen des MSD Womans Circle Club kennen.

Herzlichen Dank Corinna Lenz und Dr. Ulrike Thull für die äusserst spannenden Einblicke. Vielen Dank auch für den von MSD offerierten Apéro. 

24. August 2022

Das wif ist nicht nur ein spannender Ort zum Netzwerken, nein mit dem wif entdeckst du auch echte Juwelen.

So geschehen bei unserem Besuch des neuen Gebäudes der Hochschule Luzern – Musik. Auf dem «Kampus Südpol» zwischen Luzern und Kriens gelegen, steht das Gebäude leicht versteckt direkt am Veloweg Freigleis.

Staunend und beeindruckt wandelten wir durch das achtgeschossige Kraftwerk der Musik: Wir bestaunten die moderne Architektur, das multifunktionale Foyer, die Übungsräume und die Bibliothek, den eindrücklichen HörRaum und den fantastischen Konzertsaal. Letzteren durften wir für unser Gespräch mit Prof. Dr. Valentin Gloor nutzen. «Dieser ist Hedy Salquin gewidmet, der Pianistin, Kammermusikerin, Komponistin und ersten Schweizer Orchesterdirigenten,» wusste Gloor neben vielem anderem zu erzählen.

Mit dem Netzwerkapéro im Hochschulgarten beendeten wir den unvergesslichen Abend. Unser herzliche Dank geht an Prof. Dr. Valentin Gloor und Irene Kupper von der Hochschule für den spannenden Einblick. Vielen Dank auch an Judith Bachmann, für die tolle Gesprächsführung und die Organisation des Abends.

Hast du den Anlass verpasst und möchtest die Hochschule Luzern - Musik besuchen? Die Konzerte und die Bibliothek der Musikhochschule sind öffentlich und jederzeit zugänglich. Daher: Nichts wie hin. Ein Besuch lohnt sich definitiv!