Rückblick wif-Events

07. Mai 2026

Der Anlass «wif-Frauen stellen sich vor» in der Aula der Pädagogische Hochschule Luzern zeigte eindrücklich, wie vielfältig, mutig und inspirierend weibliches Unternehmertum sein kann. Rund 50 wif-Frauen lauschten den persönlichen Geschichten von drei Unternehmerinnen und nutzten den anschliessenden Netzwerk-Apéro für angeregte Gespräche und neue Begegnungen.

Co-Präsidentin Anduena Berisha eröffnete den Abend mit einem starken Gedanken: Frauen dürfen in der Schweiz erst seit 1971 wählen und abstimmen, und erst seit 1988 ohne Zustimmung ihres Ehemanns ein eigenes Unternehmen führen. Gerade deshalb seien Netzwerke wie das wif so wichtig: um Frauen sichtbar zu machen, sie zu stärken und gegenseitig zu unterstützen.

Den Auftakt machte Sabine Haas mit einer kurzen Meditation, die das Publikum unmittelbar entschleunigte. Nach vielen Jahren in Führungspositionen der Textilbranche führte sie eine persönliche Erschöpfung 2022 zu einer Auszeit und schliesslich zur Ausbildung als MBSR-Trainerin. Heute begleitet sie Menschen dabei, den «Autopiloten» des Alltags bewusster wahrzunehmen, Gelassenheit zu entwickeln und ihre Resilienz zu stärken. Ihr Ansatz: das stärken, was uns stärkt – und reduzieren, was uns schwächt.

Anschliessend nahm Karin Frappa die Gäste mit in die emotionale Welt des Immobilienverkaufs. Mit der Frage «Würdet ihr euer Haus dem Meistbietenden verkaufen oder der Person, die passt?» machte sie deutlich, dass es bei Immobilien selten nur um Zahlen geht. Die langjährige Branchenkennerin, die seit diesem Jahr selbstständig ist, sprach über Vertrauen, Emotionen und die besonderen Momente der Schlüsselübergabe, bei denen oft Freudentränen fliessen. Spannend waren auch ihre Einblicke in die Bedeutung von Visualisierungen, die Häusern Leben und Atmosphäre verleihen.

Den Abschluss machte Ellen Zander, die mit dem Vergleich einer IKEA-Tasche und ihrer Luxus-Kopie direkt in die Welt des Marken- und Patentrechts einstieg. Unter dem Motto «We know how to protect your know-how» zeigte sie anhand konkreter Beispiele auf, warum auch kleine Unternehmen ihre Marken schützen sollten. Die studierte Physikerin erklärte, weshalb Patentrecht eng mit Wissenschaft, Forschung und technischen Entwicklungen verbunden ist und warum sie dadurch oft schon heute mit Innovationen arbeitet, die morgen unseren Alltag prägen werden.

Der Abend machte deutlich: Unternehmerinnen brauchen Mut, Ausdauer und Überzeugungskraft. Der Weg in die Selbstständigkeit ist nicht immer einfach; manchmal sogar richtig hart. Doch alle drei Frauen verbindet, dass sie ihren eigenen Weg gegangen sind, an ihre Vision glauben und genau wissen, worin ihre Stärke liegt. Dafür gebührt ihnen grosser Respekt – und ein herzlicher Applaus des wif.

18. März 2026

Ein ausgebuchter Abend. Rund 130 Frauen. Spürbar viel Energie.

Schon beim Ankommen war klar: Dieses Thema bewegt. Auftrittskompetenz ist mehr als Technik. Es gehtm Haltung, Präsenz und darum, sich selbst wirksam zu zeigen.

Mit viel Erfahrung und Klarheit führte Eva Wannenmacher durch einen Abend voller Impulse und Aha-Momente. Besonders kraftvoll: die interaktiven Sequenzen. Zuhören wurde zum Mitmachen – und Wirkung plötzlich ganz konkret spürbar.

Drei Erkenntnisse, die bleiben:

  • Wir wirken immer. Die Frage ist: wie bewusst?
  • Charisma ist lernbar. Körpersprache, Stimme und Haltung sind trainierbar.
  • Storytelling bewegt. Geschichten verbinden – und bleiben.

Die „Me–Us–Now“-Struktur zeigte eindrücklich, wie Kommunikation Menschen erreicht: von der eigenen Motivation über gemeinsame Werte hin zum klaren Impuls.

Was bleibt?
Mehr Bewusstsein. Mehr Mut. Mehr Wirkung.

Beim anschliessenden Apéro wurde weitergedacht, weitergesprochen und vernetzt – offen, inspirierend und ganz im Sinne des WIF.

Ein herzliches Dankeschön an Eva Wannenmacher und an alle Teilnehmerinnen für diesen starken Abend.

Fotos: Copyright Margherita Delussu (https://delussu.ch/)

19. Februar 2026

Steuern und spannend? Ja, das geht! Beim gestrigen Online-Anlass des wif-Wirtschaftforums für Frauen hat uns Fabienne Gloor, Steuerexpertin und Dozentin, in knapp einer Stunde verständlich und sehr anschaulich durch das Thema Individualbesteuerung geführt.

Mit viel Fachwissen und einer klaren Struktur gelang es ihr, ein objektives Bild der geplanten Reform zu vermitteln. Sie zeigte auf, warum die Individualbesteuerung eingeführt werden soll, was hinter dem Begriff der „Heiratsstrafe“ steckt und weshalb die Auswirkungen je nach Lebens- und Einkommenssituation unterschiedlich sein können. Dabei wurde auch deutlich: So einfach, wie es auf den ersten Blick scheint, sind konkrete Berechnungen oft nicht. Umso wichtiger ist es, sich gut zu informieren.

Fabienne hatte zu Beginn versprochen, dass das Thema spannend sein kann und sie hat Wort gehalten. Der Vortrag war interessant, verständlich und hat uns wif-Frauen geholfen, das Thema besser einzuordnen und uns eine fundierte eigene Meinung im Hinblick auf die kommende Abstimmung zu bilden.

Ein herzliches Dankeschön an Fabienne Gloor für den tollen Input und an Vorstandsfrau Nora Schmidlin für die angenehme Moderation. Wir nehmen viele neue Erkenntnisse und Denkanstösse aus diesem gelungenen Online-Anlass mit!

22. Januar 2026

Die 35. Generalversammlung des wif fand in der im Oktober 2025 eröffneten Pilatus Arena statt - ein sportliches Setting, das perfekt zu unserem dynamischen Netzwerk passte. Insgesamt 61 Frauen nahmen an der GV teil und füllten den Raum mit Energie, Austausch und Engagement.

Frisch und sympathisch führten unsere Co-Präsidentinnen Anduena Berisha und Jelena Vokinger durch den Abend. Gemeinsam mit den weiteren Vorstandsfrauen präsentierten sie Zahlen und Fakten, blickten zurück auf ein bewegtes Jahr und gaben einen Ausblick auf die kommenden Aktivitäten. Besonders erfreulich: Unsere Mitgliederzahl wächst stetig. Das wif wird nicht nur grösser, sondern auch vielfältiger.

Mit einem herzlichen Dankeschön verabschiedeten wir Anita Gasser als Revisorin und durften gleichzeitig Kristina Willi in dieser Funktion willkommen heissen. Neu im Vorstand begrüssen wir zudem Saskia Steinmann. Wir freuen uns sehr über die Verstärkung durch diese beiden engagierten Frauen.

Ein besonderes Highlight der GV war wie jedes Jahr der Ausblick auf das Jahresprogramm 2026: Topaktuell starten wir im Februar mit einem Referat von Fabienne Gloor zur Individualbesteuerung, gefolgt von einem weiteren spannenden Anlass mit Eva Wannenmacher. Neugierig? Alle Infos und das gesamte Jahresprogramm 2026 findet ihr hier: https://www.wif-wirtschaftsforum.ch/events/jahresprogramm

Zwischen Sportarena-Feeling und Apéroglas klang der Abend aus mit inspirierenden Gesprächen, neuen Kontakten und ganz viel guter Stimmung.

 

11. November 2025

Neurodiversität – ein Thema, das bewegt, betrifft und bereichert. Das wif diskutierte die Frage, wie Unternehmen neurodivergente Talente besser verstehen und fördern können. Drei Expertinnen beleuchteten das Thema aus ganz unterschiedlichen Perspektiven:

 

Bettina Horber, Spezialistin für Neurodivergenz, gab spannende Einblicke in die Zusammenarbeit zwischen Firmen und Mitarbeitenden. Sie erklärte: «Bereits kleine Veränderungen wie ein ruhigerer Arbeitsplatz können für Menschen mit ADHS oder Autismus grosse Unterschiede machen.»

 

Taryn Kiser von auticon zeigte auf, wie neurodivergente Menschen im Recruiting-Prozess und bei der Arbeit unterstützt werden können und wie Teams durch sie bereichert werden. «Sobald offen über das Thema gesprochen wird, verändert sich die Teamkultur spürbar. Es entsteht mehr Verständnis, mehr Klarheit und mehr Zusammenhalt.»

 

Isabelle Hauser, Head of Diversity & Inclusion bei der Migros, brachte die Arbeitgebersicht ein und zeigte, wie die Migros das Thema lebt. Sie forderte auf, persönliche Vorurteile abzulegen und die eigene Unternehmenskultur immer wieder zu reflektieren. «Vielfalt entsteht durch bewusste Entscheidungen.»

 

Alle drei waren sich einig: Oft braucht es gar nicht so viel, um ein inklusives Arbeitsumfeld zu schaffen – vielmehr ist die richtige Haltung gefragt. Und so lautet die einfache, aber entscheidende Frage: Was brauchst du, damit du gut arbeiten kannst?

 
Das anregende Gespräch, gekonnt geführt von Michèle Schönbächler, bot den rund 80 Teilnehmerinnen viele Denkanstösse und räumten mit einigen Vorurteilen auf. Neurodivergente Menschen sind weder kompliziert noch schwierig, sondern bringen wertvolle Stärken mit, die Teams immer bereichern. Und zum Schluss brachte es Isabelle Hauser nochmals auf den Punkt: «Vielfalt, Inklusion und Gleichstellung sind wie ein Fluss, der durch ein Unternehmen fliesst und dabei alle Bereiche befruchtet.»
 
Beim anschliessenden Netzwerk-Apéro wurde weiter diskutiert und reflektiert. Und vielleicht sind an diesem Abend schon erste Ideen entstanden, wie wir alle einen Beitrag zu einem inklusiveren Arbeitsumfeld beitragen können. Herzlichen Dank Bettina, Taryn, Isabelle und Michelle für euer Dabeisein und eure Tipps. Ein grosses Merci geht auch an Stephanie Graf, die den Anlass perfekt organisiert hat.
16. Oktober 2025

Ein Abend rund um das Leben und den Tod. Ein Thema, das wir oftmals lieber weit von uns schieben. Weil es unbequem ist, Angst macht und Fragen aufwirft, auf die es oft keine einfachen Antworten gibt.
 
Diese Fragen brachten die fast 100 Teilnehmerinnen an diesem Abend in den Dialog mit den beiden Expertinnen Sibylle Jean-Petit-Matile (Ärztin und Gründerin des Hospiz Zentralschweiz) und Angela Villiger (Beerdigungsplanerin und Gründerin der Firma Life Festival GmbH). Moderiert hat das Gespräch Daniela Lager, die mit persönlichen Erfahrungen und grosser Offenheit durch den Abend führte.
 
Der Anlass fand in den wunderschönen Räumen der Stiftung St. Anna statt – ein besonders passender Ort für ein so stilles und doch tief bewegendes Thema.
 
Sibylle Jean-Petit-Matile gewährte eindrückliche Einblicke in das Hospiz Zentralschweiz: ein Ort, an dem schwerkranke Menschen in ihren letzten Lebensphasen in einer wohnlichen, menschlichen Umgebung begleitet und medizinisch betreut werden. Ganz nach einem der Leitsätze des Hospiz: Menschen begegnen Menschen. Auch die Finanzierung des Hospiz kam zur Sprache. Sibylle betonte, dass hier politisch noch einiges geschehen müsse. Im Unterschied zu Spitälern oder Pflegeheimen beteiligt sich der Kanton nicht an den Betriebskosten – eine Lücke, die durch Spenden gedeckt werden muss.
 
Auch Angela Villiger teilte ihr Wissen und ihre Erfahrung rund um das Lebensende. Sie berät jüngere und ältere Menschen – von der Vorsorgeplanung über die Patientenverfügung bis hin zur Gestaltung einer Abschiedszeremonie. Sie machte deutlich: Wir können zu Lebzeiten vieles regeln, aber nicht alles bis ins letzte Detail planen. Denn für die Angehörigen bedeutet der Tod immer eine tiefgreifende Veränderung. Diese benötigt Raum, den die Hinterbliebenen selbst mit ihren Bedürfnissen, Erinnerungen und Ritualen füllen sollen. 
 
Am Ende der Veranstaltung waren sich die Teilnehmerinnen einig: Wer sich auf das Thema Tod einlässt, merkt, dass es nicht nur mit Schwere verbunden ist, sondern auch mit Liebe, Verbundenheit und Klarheit darüber, was im Leben wirklich zählt.
 
Ein herzliches Dankeschön an Sibylle, Angela und Daniela für ihre Offenheit, ihr Wissen und ihre Zeit. Danke auch an Judith Bachmann Hodel für die Organisation dieses Anlasses und an alle wif-Frauen und wif-Interessentinnen fürs Dabeisein, Mitdenken und Teilen ihrer Gedanken.
 
Beim anschliessenden Netzwerkapéro wurde noch intensiv weiterdiskutiert, gelacht, gefragt und gestaunt – über das Leben, den Tod und alles, was dazwischen liegt.
 

24. September 2025

Videos sind omnipräsent – im Unternehmen und im privaten Leben. Neben aufwendigen Profi-Produktionen sind auch «echte» Videos aus dem Unternehmen gefragt: selbst produzierte Clips, die eine Story in wenigen Sekunden erzählen. Wie das gelingt, haben wir von Katharina Deuber, TV-Journalistin, MAZ-Dozentin und wif-Frau, erfahren.

 

Eine Story, echt erzählt und erstellt mit der Handykamera – das sind die Bausteine, die Katharina für uns parat hatte. Im Workshop «In 3 Schritten zum Smartphone-Video» zeigte sie uns mit viel Leidenschaft und Humor, wie wir dabei vorgehen und was wir beachten sollten. Und tatsächlich: Während des 90-minütigen Workshops entwickelten wir unsere Mini-Story, formulierten eine Leitfrage, drehten Clips und fügten sie zum Kurzvideo zusammen. Die anschliessend präsentierten Resultate sorgten für viele Lacher und echte «Wow»-Momente.

 

Rund 50 Frauen tauchten an diesem Abend ein in die Welt des Videohandwerks und liessen sich von Katharina begeistern. Beim anschliessenden Netzwerk-Apéro gab es noch reichlich Gesprächsstoff – und ein gemeinsames Staunen darüber, wie viel Spass der Videodreh bereiten kann. Dass bei diesen Videos nicht alles perfekt sein muss, erleichterte uns den Einstieg.

 

Herzlichen Dank an Katharina und die wif-Frauen für diesen inspirierenden und unterhaltsamen Abend. Vielen Dank auch an die PH Luzern für den tollen Raum und den Apéro. Es hat rundum gepasst!